Im Jahr 1948 wurde die 700-Jahr-Feier der Grundsteinlegung des Kölner Doms begangen. Mit dabei waren Konrad Adenauer und Christine Teusch. Während der Prozession vom Rheinufer zum Dom tauschten sie einige Worte aus. Christine Teusch war vor dem Zweiten Weltkrieg Politikerin der Zentrumspartei und in der christlichen Gewerkschaftsbewegung aktiv. Nach dem Krieg orientierte sie sich um und engagierte sich vor allem in der Kulturpolitik der CDU.
Konrad Adenauer sprach sich erfolglos gegen die Ernennung von Christine Teusch zur Kultusministerin aus. Auch hier zeigte sich seine Uneinigkeit mit Ministerpräsident Karl Arnold, der sich für Teusch einsetzte. Die Bildungspolitik von Christine Teusch fußte auf ihrem starken katholischen Glauben. Sie setzte sich unter anderem für das Elternrecht bei der Erziehung und das konfessionelle Schulwesen ein. Ihr Ministerium baute den zweiten Bildungsweg aus und unterstützte den Aufbau der Hochschulen finanziell.