Im Zuge des Wahlkampfes zur Bundestagswahl besucht Altbundeskanzler Dr. Konrad Adenauer am 17.08.1965 die Kreisstadt Schleiden. Obwohl er bereits zwei Jahre zuvor aus dem Amt ausgeschieden war, genießt der Parteivorsitzende der CDU weiterhin hohes Ansehen als Staatsmann von nationalem und internationalem Rang. Dies nutzt Adenauer zur Unterstützung des amtierenden Bundeskanzlers Ludwig Erhard, der einen Monat später in seinem Amt bestätigt werden sollte.
Auf der Treppe des neuerrichteten Rathausgebäudes, im Hintergrund die aus dem frühen 16. Jahrhundert stammende Schlosskirche des Schlosses Schleiden, begegnet Adenauer einer großen Menschenansammlung von Schleidener Bürgerinnen und Bürgern jeden Alters. Hinter ihm stehen unter anderem Landrat Georg Linden, Bürgermeister Carl Müller und Stadtdirektor Paul Knebel. Die Ansprache auf der Treppe des Rathauses, im Beisein politischer Stadt- und Kreisvertreter, hebt die Bedeutung des Ereignisses sowohl für die lokale Bevölkerung als auch für die kommunale Politik hervor. Zugleich zeigt der Besuch die enge Verbindung zwischen Bundespolitik und kommunaler Ebene in den 1960er Jahren. Der Auftritt unterstreicht nicht nur die Verbundenheit des Altkanzlers mit den Menschen vor Ort, sondern spiegelt Adenauers fortdauernden Einfluss auf die politische Meinungsbildung sowie seine Rolle als moralische und politische Autorität wider.
Im Auftrag:
gez. Nicole Gutmann